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St. Elisabeth feiert Quartiersfest

Mit einem großen Open-Air-Fest mit Livemusik ist im Altenheim St. Elisabeth der Startschuss für die Entwicklung des altengerechten Quartiers im Westpark-Viertel gefallen.

Bewohner des Altenheims, Angestellte, zahlreiche Anwohner des Viertels, Vertreter der Stadt Aachen aus Politik und Verwaltung sowie Vertreter verschiedener Vereine des Viertels erlebten einen stimmungsvollen Abend mit guter Musik und hervorragendem Essen.

Auf einer Bühne, die extra im Garten des Altenheims aufgebaut worden war, rockte die Band Friday Night mit mitreißenden Coversongs von Musikern wie Joe Cocker, Amy Winehouse, Elvis Presley und vielen anderen, bei denen niemand lange stillstehen oder sitzen konnte. Für das leibliche Wohl wurde in der Cafeteria und im Rondell des Altenheims gesorgt. Dank der Unterstützung zahlreicher Geschäftspartner und dem engagierten Einsatz des gesamten Küchenteams des Altenheims gab es ein breites Speisenangebot von Reibekuchen, über Paella und Miniburgern bis hin zu italienischen Spezialitäten.

Insgesamt war es ein erstklassiger Beginn für die Arbeit im Westpark-Viertel und die Entwicklung des altengerechten Quartiers.

Sportliche Leistungen bei schönstem Wetter

Bevor es im kommenden Monat in Rio de Janeiro olympisch wird, lautet jetzt bereits im Altenheim St. Elisabeth beim diesjährigen Bewohner-Sportfest „Dabei sein ist alles“.

Bei den sportlichen Wettkämpfen der Senioren, die bei schönsten Sonnenschein im Garten, im Hof und im Westend-Pavillon stattgefunden haben, ging es vor allen Dingen um Geschicklichkeit und Treffsicherheit: So sollten etwa – ähnlich wie beim Torwandschießen – Bälle durch Löcher geworfen werden oder Säckchen auf eine übergroße Zielscheibe geworfen werden. Am Ende wurden die Punkte zusammengezählt.

Gespielt wurde in Teams, drei – das gelbe, das rote und das blaue Team – waren dabei am Start und versuchten möglichst viele Punkte einzuheimsen. Zu gewinnen gab es für das Sieger-Team einen Cafeteria-Gutschein für ein leckeres Eis. Am Ende dürfte sich das gelbe Team „Die flotten Bengel“ darüber freuen. Zweiter wurde das rote Team „Sonnenschein“ und mit nur einem Punkt Unterschied zur roten Gruppe kam das blaue Team „Enzian“ auf den dritten Platz.     

102. Aachener Hospizgespräch

Im Westend-Pavillon des Altenheims St. Elisabeth hat das 102. Hospizgespräch der Servicestelle Hospiz für die Städteregion Aachen stattgefunden, an dem sich rund 120 interessierte Zuhörer beteiligt haben. Das Thema der Veranstaltung, zu der zahlreiche Experten aus Praxis und Politik eingeladen waren, lautete „Kooperationen im Rahmen palliativer und hospizlicher Versorgung“.

Wie wichtig eine gute Vernetzung bei der palliativen und hospizlichen Versorgung ist, stellte Peter Rode, Einrichtungsleiter des Altenheims St. Elisabeth dar. In einer Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden und häufiger am Lebensende an schweren Krankheiten leiden, ist sie eine Grundvoraussetzung, um diese Menschen umfassend palliativ zu versorgen. Allerdings, betonte Peter Rode, reiche es nicht aus, eine solche Versorgung seitens der Politik nur zu propagieren oder zu fordern, sie müsse auch mit entsprechenden Mitteln finanziert werden.

Dass die Vernetzung in Aachen zwischen Hospizdiensten, Alteneinrichtungen, Ärzten, Apotheken und anderen Akteuren bereits recht gut aufgestellt ist, ließ sich aus dem Vortrag Peter Rodes, aber auch der Experten Annette Busch,Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes der Aachener Caritasdienste Aachen Stadt, und Dr. Johannes Wüller von Home Care Aachen erkennen. Dennoch, das wurde aus dem Vortrag des Hauptredners, Professor Dr. Hugo Mennemann von der Fachhochschule Münster, deutlich, eine funktionierende Kooperation muss bewusst gelernt und eingeübt werden, damit letztlich der Patient bestmöglich versorgt ist. Wie so eine Kooperation aufgebaut und gelebt wird und welche Fehler man vermeiden sollte, wurde in dem eingängigen Vortrag thematisiert.

Im Anschluss an die Vorträge schloss sich noch eine lebhafte Podiums-Diskussion an, die von Veronika Schönhofer-Nellessen von der Servicestelle Hospiz für die Städteregion Aachen moderiert wurde. Die Geschäftsführerin des Vereins Palliatives Netzwerk für die Region Aachen begrüßte auf dem Podium neben Professor Mennemann außerdem Jürgen Schiffer vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, Ralf Kaup, Geschäftsführer der Aachener Caritasdienste gGmbH, Manfred Vieweg, Geschäftsführer von Haus Hörn gGmbH, sowie den stellvertretenden Regionaldirektor der AOK Rheinland/Hamburg Bernd Claßen.

Dabei standen besonders die Politik und die Finanzierung im Mittelpunkt. Während Jürgen Schiffer die Meinung vertrat, die Politik habe klare gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen, betonten insbesondere die beiden Trägervertreter, dass die Gesetzgeber auf Bundes- und Landesebene zwar ständig neue Anforderungen an stationäre Pflege stellen würden, ohne diese aber in ausreichender Weise refinanzierungsfähig zu machen. Die Belastung und Arbeitsverdichtung – insbesondere bei den Pflegekräften – wachse stetig an, zusätzliches Geld für mehr Personal gäbe es allerdings nicht.

Vogelhäuschen wurde eingeweiht

Rechtzeitig zur kalten Jahreszeit wurde im Garten des Altenheims St. Elisabeths ein Vogelhäuschen aufgebaut. Und es ist nicht irgendein Vogelhäuschen, während der Projektwoche im August hatten Bewohner gemeinsam mit den Hausmeistern Jürgen Welschus und Christoph Damaschke sowie der Betreuungskraft Frank Wege begonnen das exklusive Häuschen zu basteln, hatten das Holz dafür bearbeitet und gestrichen – alles unter der fachmännischen Anleitung der erfahrenen Baumeister.

Nun ist das kleine Domizil fertig und hat seinen Platz im Garten der Einrichtung gefunden. Montiert auf einem hohen Pfahl, damit Katzen es nicht erreichen können, steht es dennoch nah zur Außenterrasse von St. Elisabeth, damit die Bewohner bei einem Spaziergang durch den Garten oder von ihren Zimmerfenstern beobachten können, ob  Maise, Spatz,  Amsel und Co ihr Futterhäuschen auch annehmen.

Eingeweiht wurde das Häuschen bei einer kleinen Feier, bei der Jürgen Welschus und Bewohner Albert Jansen gemeinsam das Tuch, das das Häuschen bis dahin verhüllte, lüfteten. Zum Vorschein kam dann das farbenfrohe Werk, bei dem jede Seite ist in einer anderen bunten Farbe gestrichen ist. Das Dach ist mit richtiger Dachpappe gedeckt, so dass Mensch und Tier sicher lange Freude an dem kleinen Haus haben werden.   

Freche Hühner im "Köpfchen"

Im ehemaligen belgischen Zollhaus, Aachener Straße 261a, in Raeren wird am Ostersonntag, 27. März die Ausstellung „Ehre den Hühnern – ein Gackerstall im Zollhaus“ eröffnet. Gezeigt werden in der grenzüberschreitenden Ausstellung freche, bunte Hühner, die sowohl von den Senioren des Altenheims St. Elisabeth während der Projektwoche „Kunst und Kultur im Altenheim“ als auch von den Kindern des Kindergartens Hauset gebastelt worden sind. Bis zum 8. April kann der „Gackerstall“ besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Senioren basteln niedliche Weihnachts-Wichtel

Es geht mit großen Schritten auf Weihnachten zu, das merkt man auch im Altenheim St. Elisabeth. In einer gemütlichen Bastelrunde haben etwa zehn Bewohnerinnen gemeinsam mit Betreuungskräften niedliche Weihnachtswichtel gebastelt.

In verschiedenen Farben haben die Seniorinnen Stoffe zugeschnitten und zusammengenäht, Holzkügelchen dienen als Kopf bzw. als Hände und Füße. Liebevoll verziert sind die kleinen Wichtel ein schöner Blickfang für jeden Weihnachtsbaum.

Beim Adventsmarkt am 22. Novemeber im Altenheim St. Elisabeth können die kleinen Wichtel auch gekauft werden, dort wird es auch zahlreiche weitere Handarbeiten geben, die die Senioren in den vergangenen Tagen und Wochen für die Adventszeit und das Weihnachtsfest gebastelt haben.  

Neue Räume im Altenheim

Lesungen in der Waschküche, Basteln in der Hausmeisterwerkstatt oder Musik auf dem Flur - im Altenheim St. Elisabeth stand eine Woche lang Kreativität im Mittelpunkt. In der Projektwoche „Kunst und Kultur im Altenheim - Räume neu entdecken“ konnten die Bewohner bei verschiedenen Aktionen entweder selbst künstlerisch aktiv werden oder bei Lesungen und musikalischen Darbietungen Kunst und Kultur genießen.

Jeder Tag stand dabei unter einem anderem Motto mit vielen Angeboten, die zahlreiche Bewohner begeistert angenommen haben. Es wurden etwa mannshohe Vogelscheuchen gebastelt, Sandbilder ge- und Porzellan bemalt sowie meterlange Wimpelketten erstellt. Geleitet wurden die Aktionen von Mitarbeitern des Hauses, von Ehrenamtlern wie etwa Raymund Elfring, der den Bewohnern an ungewöhnlichen Orten spannende Texte vorgelesen hat, oder von Fachkräften wie den Museumspädagoginnen Pia Güntner und Uta Hellendoorn, die mit einem Koffer ins Altenheim kamen gespickt mit Utensilien, die typisch für die Zeit Karls des Großen waren.

Ein besonderer Tag der Projektwoche, die vom Förderverein „Stützkorsett“ unterstützt worden ist, war der Donnerstag. „Musik liegt in der Luft“ war das Motto des Tages, der mit dem „Duo Musica“ begann. Die Violinistin Bärbel Ehlert und der Gitarrist Philipp Kees gingen musizierend durch das Haus, verweilten immer eine Zeit in den unterschiedenen Wohnbereichen, bevor es dann zum nächsten Einsatzort weiter ging. Selbst Bewohner, die aufgrund von Alter oder Erkrankung an den anderen Aktionen nicht teilnehmen konnten, kamen so in den Genuss der Projektwoche, die mit einem fulminanten Open-Air-Konzert der Aachener Gruppe „Schlagsaiten Quantett“ gekrönt wurde.

Den  Abschluss der Projektwoche bildete am Samstag das Sommerfest des Altenheims für alle Bewohner und Angehörigen, die sich dann auch die kreativen Arbeiten ihrer Lieben bewundern konnten.

„Nachdem wir vor zwei Jahren bereits eine Projektwoche zum Thema „Ein Altenheim macht Urlaub“ veranstaltet haben, war die Frage, ob wir auch in diesem Jahr eine weitere Themenwoche veranstalten, schnell beantwortet. Wir wussten im Vorfeld, wieviel Arbeit und Organisation auf uns zukommt, und trotzdem haben wir uns sehr darauf gefreut, mit den Bewohnern gemeinsam eine besondere Woche zu gestalten“, erklärt Einrichtungsleiter Peter Rode. „Die Begeisterung der Bewohner und das großartige Engagement und die Freude der Mitarbeiter sind es, für die es sich lohnt, soviel Aufwand zu betreiben. Und wenn man am Ende der Woche in strahlende Gesichter sieht, weiß man, dass alles richtig war.“

Ausbildung heute und damals

Jugend trifft auf Erfahrung: Im Altenheim St. Elisabeth haben sich zwölf Studentinnen der RWTH Aachen mit zwölf Bewohnern der Einrichtung zum Dialog zum Thema „Ausbildung, Beruf und Studium – damals und heute“ getroffen. Die jungen Frauen, die entweder Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Maschinenbau studieren, sind alle Stipendiatinnen des Autoherstellers Ford und soziales Engagement gehört zu den Auflagen ihres Stipendiums.

In den Vorjahren hätten sich die Mädels dafür viel mit Kindern beschäftigt, erklärte Lena Stöcker, 20, dieses Mal wollten sie aber gerne einmal etwas anderes machen. Und so kam es zu der Idee, in einem Seniorenheim anzufragen, ob die Bewohner nicht Lust hätten, sich mit den Studentinnen über Schule, Ausbildung, Studium und Beruf zu unterhalten. „Ganz sicher“, so die Einschätzung von Erika Bley, Sozialdienstleiterin im Altenheim St. Elisabeth, die den Studentinnen gerne zu sagte.

Und sie sollte sich nicht irren, für beide Gruppen war es ein sehr interessanter Nachmittag mit vielen spannenden Gesprächen, die erst in einer großen gemeinsamen Runde begannen und dann in kleinen Gruppen fortgesetzt wurden.

Dabei erfuhren die jungen Frauen viel darüber, wie schwierig es insbesondere für Frauen vor 60 oder 70 Jahren war, eine Ausbildung zu beginnen oder überhaupt einen Beruf zu ergreifen. Die Senioren hingegen waren begeistert, dass heute immer mehr junge Frauen in einstigen „Männerberufen“ Karriere machen. „Das war zu meinen Zeiten noch ganz anders, ich finde das großartig“, bemerkte etwa Charlotte van  Rheinberg, 89, die selbst für den TÜV gearbeitet hat.

Der angenehme und anregende Gedankenaustausch ging für einige Teilnehmer viel zu schnell zu Ende. Doch ein weiteres Gespräch oder gar ein Gegenbesuch an der RWTH ist nicht ausgeschlossen.  

Kleine Wärmflaschen helfen gegen Teddys Bauchschmerzen

Im Altenheim St. Elisabeth haben zehn Seniorinnen rund 200 kleine Wärmflaschen für die nächste Teddybärkrankenhaus-Aktion in der Uniklinik RWTH Aachen gestrickt. Diese Wärmflaschen wurden nun im Altenheim an Zhen Zhen Heider, Katrin Westerkamp und Katrin Radlingmayr vom Orga-Team des Teddybärkrankenhauses übergeben.

Die drei Frauen freuten sich sehr über die liebevoll gestrickten und genähten Unikate. Sie sollen den Kindern, die zum Teddybärkrankenhaus kommen, als kleines Geschenk mitgegeben werden - falls Teddy zu Hause noch mal Bauchschmerzen hat. „Damit haben wir letztes Jahr begonnen und es kam sehr gut bei den Kindern an. Daher freuen wir uns, dass die Seniorinnen uns dieses Jahr so tatkräftig unterstützen“, sagte Katrin Westerkamp. Die Seniorinnen, die im Januar mit der Arbeit begonnen haben, hatten daran große Freude und wollen für das kommende Jahr gerne weitere Wärmflaschen anfertigen.  

Rollator-Training macht fit für den Alltag

Sicher mit dem Rollator oder Rollstuhl im Alltag unterwegs – worüber sich gesunde Menschen in der Regel keine Sorgen machen, beschäftigt Senioren und Menschen mit Behinderung sehr. Oft werden Bordsteinkanten, Kopfsteinpflaster oder Rampen zu kaum zu überwindenden Hindernissen.
Damit die Bewohner des Altenheims St. Elisabeth sicherer im Alltag mit ihrem Rollator und Rollstuhl unterwegs sind, hat Barbara Bischoff, Ergotherapeutin im Altenheim St. Elisabeth, eine Hilfsmittelwoche ins Leben gerufen, bei der die Rollstühle und Rolltoren zum einen von ihr und Mitarbeitern des Sanitätshaus BBMedica überprüft wurden, und zum anderen ein Rollator-Parcours für die Bewohner aufgebaut wurde.  


Pylonen wurden zu Hindernissen, um die die Senioren im Slalom steuern mussten, unterschiedliche Bodenbeläge simulierten Grasflächen, Kopfsteinpflaster und einen rutschigeren Untergrund, eine Rampe sowie eine Bordsteinkante fehlten auch nicht.  Damit sie die Herausforderungen sicher meistern konnten, standen den Senioren Barbara Bischoff, Michael Zukowski und Dirk Münster von BBMedica sowie zahlreiche Betreuungskräfte des Altenheims zur Seite.


Von rund 130 Bewohnern der Einrichtung sind mehr als 100 auf einen Rollator oder einen Rollstuhl angewiesen, da war es Barbara Bischoff ein großes Anliegen,  alltagspraktische Fähigkeiten der Bewohner zu fördern, damit sie in Zukunft sicher unterwegs sind, egal ob im Haus oder in der Stadt. „Vielleicht trauen sich einige Senioren nach dem Training auch wieder mehr nach draußen“, hofft die 43-Jährige, die im Zuge der Hilfsmittelwoche auch noch die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hauses schulen möchte. Mit dem Rollator-Training war Barbara Bischoff sehr zufrieden, die Bewohner haben das Angebot gut angenommen und werden die praktischen Tipps bestimmt im Alltag nutzen können, so die Einschätzung der Expertin.

Um das soziale Miteinander von Jung und Alt sowie von Menschen mit und ohne Behinderung zu stärken, hat der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte (VKM) das Projekt vor dreieinhalb Jahren ins Leben gerufen und seitdem schon einige farbliche Akzente gesetzt.

Dabei sind die Organisatoren auch auf die Mithilfe von Freiwilligen angewiesen, die sie zum einem im Altenheim St. Elisabeth finden, zum ersten Mal macht aber auch die dritte Klasse der Grundschule Hanbruch bei dem Projekt mit. Und auch in der Nachbarschaft finden sich immer wieder Freiwillige, die gerne basteln und stricken. „Beim Handarbeiten kann man seine Talente entdecken und neue Leute kennenlernen“, nennt Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik, die Vorteile des gemeinsamen kreativen Austauschs. Angeleitet wurden die Hobbykünstler von den Kunsttherapeuten Mallo Wünschmann und Sebastian Schmidt, die die Freiwilligen auch bei den nächsten Kreativworkshops begleiten werden.  

Im Mittelpunkt steht das Miteinander - beim Basteln aber auch am Kreativtag selbst. Dafür erstellt Theaterpädagogin Ingrid Wiederhold mit Schauspielern mit und ohne Behinderung ein Theaterstück, das beim Kreativtag - wie im vergangenen Jahr - aufgeführt werden wird. 

Ziel ist es, dass sich alle Menschen im Viertel wohlfühlen - und das nicht nur am Kreativtag. Das Projekt „Wir alle“ wird dabei von vielen Partnern unterstützt, unter anderem auch vom Wollgeschäft Görk und Görk aus Aachen, das die Wolle für die Regenbogenschlange gestiftet hat. Weitere Partner sind u.a. die Pfarre, das Welthaus, die Lebenshilfe und natürlich das Altenheim St. Elisabeth, in dem das Stricken für den letzten Kreativtag einen wahren Strickboom ausgelöst, wie Sozialdienstleiterin Erika Bley berichtet. „Unsere Bewohner haben gar nicht mehr aufgehört“, so Erika Bley.

Damit es wieder schön bunt wird im Westpark, müssen aber  noch viele Scheiben beklebt und einige Maschen aufgenommen werden. Darum gibt es am 21. April und am 19. Mai zwei weitere Kreativworkshoptermine im Altenheim St. Elisabeth, jeweils ab 16 Uhr. Und jeder der will, kann gerne mitmachen. Die Initiatoren freuen sich über jede Hilfe.

Wer sich für den Theaterworkshop interessiert, erhält weitere Informationen bei der Bleiberger Fabrik, Tel. 0241 - 82064, dort kann man sich auch anmelden. Der erste Workshop ist am Samstag, 30. Mai. Die Kosten betragen 20 Euro.

Mehr dazu lesen Sie auch hier:
Aachener Nachrichten vom 30.03.2015
Super Sonntag vom 29.03.2015

Senioren genießen mitreißende Oldies und fetzige Schlager

Quelle: Aachener Nachrichten, Montag 24. November 2014

Mitreißende Oldies und fetzige Schlager: Für die Bewohner des Altenheims St. Elisabeth hatten rund 20 Mitarbeiter eine große Playback-Show organisiert – sehr zur Freude der Bewohner, die die bunte Show mit Liedern von Roland Kaiser, Jennifer Rush oder Andreas Gabalier (Bild, dargestellt von Valentine Bongartz) genossen. Fast ein Jahr hatten die Mitarbeiter – angestellte und ehrenamtliche – dafür geprobt, Bühnenbilder gebastelt und passende Outfits erstellt. Der Lohn der Mühen war eine gelungene Veranstaltung und begeisterte ältere Menschen. Einen Abend später kamen auch noch viele Kollegen aller vier Häuser der Aachener Caritasdienste (ACD), zu denen neben St. Elisabeth auch das Klosterstift Radermecher, das Papst-Johannes-Stift sowie das Seniorenzentrum St. Anna in Alsdorf gehören, in den Genuss der Show. Foto: Hajo Ermen

Playback-Show sorgt für ausgelassene Stimmung

Die lange Vorbereitung und die zahlreichen Proben haben sich am Ende für das Team der Playback-Show ausgezahlt. Anfang des Jahres hatten rund 20 Mitarbeiter des Altenheims St. Elisabeth - angestellte und ehrenamtliche -  begonnen die Playback-Show 2014 zu planen. Im November hat die Show nun stattgefunden - genauer gesagt waren es zwei Shows: eine für die Bewohner des Altenheims und eine für Kollegen aller ACD-Häuser sowie für Angehörige. Beide Shows waren bestens besucht und fanden beim Publikum enormen Anklang. Die Stimmung war an beiden Abenden ausgelassen und sehr heiter.

Die Lieder waren bunt gemischt - es gab Schlager und Oldies, Balladen und Rocksongs - so dass für fast jeden Geschmack etwas dabei war. Neben der Vielfalt an Songs waren dem Team der Playback-Show auch die Kostüme und die Bühnenshow sehr wichtig. Mit Perücken, selbstgebastelten Plateauschuhen oder prachtvollen Abendroben sowie einer ausgeklügelten Lichtshow schafften es die Teilnehmer immer wieder genau die richtige Stimmung auf die Bühne des Westend-Pavillons zu zaubern. Kein Wunder also, dass das Publikum an Ende jeder Show noch eine Zugabe wollte - der beste Beweis dafür, dass sich die lange Vorbereitung und die zahlreichen Proben gelohnt haben. 

Ausstellung in der City Kirche eröffnet

Mit einer großen Vernissage wurde die Ausstellung „Heiligtümer des Alltags“ in der Aachener City Kirche eröffnet, an der sich auch das Altenheim St. Elisabeth mit einem Kunstprojekt beteiligt hat.

Insgesamt haben 17 Gruppen aus dem gesamten Bistum Aachen an der Kunstaktion teilgenommen, wie Sibylle Keupen von der Bleiberger Fabrik in einer kleinen Ansprache erklärte. Ziel der Aktion war  es, den Pilgergedanken mit dem Kern der Heiligtumsfahrt zu verbinden. Gemeinden und Gruppen aus dem Bistum Aachen waren eingeladen, ihr Heiligtum als Gruppe zu finden und verhüllt nach Aachen zu bringen, wo es nun seit dem Nikolaustag ausgestellt ist.

Das Kunstwerk der Seniorinnen und Senioren vom Altenheim St. Elisabeth ist eine große Wurzel, in die die Senioren ihre ganz persönlichen Heiligtümer kunstvoll eingearbeitet haben. Dabei sind die Geschichten hinter diesen Heiligtümern ganz individuell und spannend. Vom Kleid der Madonna aus dem Aachener Dom über Buddha bis zu den eigenen Katzen haben sich die fünf beteiligten Senioren inspirieren lassen. Seit Mai haben die Fünf, die älteste unter ihnen ist 99 Jahre alt, an dem Projekt gearbeitet. Unterstützung hatten sie dabei einmal von Annette Koffer vom Sozialdienst des Altenheims und von der Künstlerin  Alyn Can.

An der Ausstellungseröffnung in der City Kirche nahmen die meisten der beteiligten Senioren teil und es waren ihnen sichtlich eine Freude, ihr Kunstwerk zwischen all den anderen Darbietungen zu sehen.

Die Ausstellung läuft bis zum 20.12.2014.

Auch ein Riesenei kann ein Heiligtum sein

Präsentieren die Ausstellung „Heiligtümer des Alltags“ in der Citykirche St. Nikolaus: Von links Manfred Körber, Sibylle Keupen (Bleiberger Fabrik), Künstlerin A.M. Can und Dieter Spoo (Citykirche). Foto: Nina Krüsmann, Aachener Nachrichten

Quelle: Aachener Nachrichten, Samstag 6. Dezember 2014

Von Nina Krüsmann

Aachen. Ganz persönliche Heiligtümer sind liebevoll in einem nostalgisch-schönen Koffer drapiert. Ein großes Ei ist in einem Nest geborgen. Diese und weitere Objekte und Installationen sind Teil einer Kunstaktion zur Heiligtumsfahrt: Im Nachklang zu der großen Wallfahrt in diesem Sommer haben 20 Gruppen aus dem gesamten Bistum Aachen ihre „Heiligtümer des Alltags“ dargestellt. Die Teilnehmer haben sich gefragt: „Was ist den Menschen heute heilig?“ Was dabei herausgekommen ist, präsentieren die Künstler jetzt in der Citykirche St. Nikolaus.

„Für die vielen tausend Pilger, die im Juni die Heiligtumsfahrt in Aachen miterlebten, haben die Reliquien als Sinnbilder ihres Glaubens im Vordergrund gestanden. Die Tücher sind nun wieder im Marienschrein eingeschlossen“, sagt Dr. Manfred Körber, Leiter der Abteilung Grundfragen und -aufgaben der Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat. Den Gedanken der Wallfahrt fortzuführen, eine zeitgemäße Verhüllung zu zeigen – das war der gemeinsame Ansatz.

Gestartet ist das Projekt bereits im Mai mit den überaus engagierten ersten Interessenten bei der Auftaktveranstaltung im Theater Aachen. Begleitet und unterstützt wurden die Teilnehmer von A.M. Can, Vera Sous, Antonio Nunez, Dominique Muszynski, Aylien Can und Sebastian Schmidt. Entstanden sind textile Arbeiten, Skulpturen und Gemälde. Einige der Kunstwerke präsentieren sich ganz oder teilweise verhüllt, andere zeigen sich ganz offensichtlich.

„Der Funke ist schnell übergesprungen, die Ergebnisse sind spannend und sehr persönlich“, sagt Sibylle Keupen, die Leiterin der Bleiberger Fabrik. Einige erinnern dabei in der Tat an klassische Reliquiare, die durch ein kleines Fenster den Blick auf Knochen oder Blut des Heiligen freigeben. „Statt Knochen und Blut sind in den Kunstwerken allerdings Gegenstände wie Kaffeebohnen oder Salz zu erkennen. Das Salz steht für die bosnische Heimat einer Künstlerin, Kaffeebohnen für den Genuss und die Ruhe am Morgen“, erklärt Keupen. „Was sind Götzen?“ Das haben sich einige Teilnehmer gefragt. Ein weiterer Ansatz war die Frage: „Was ist existenziell?“

„Es ist nicht nur das fertige Produkt, sondern vielmehr der künstlerische Prozess, der die Teilnehmer berührt und gefesselt hat. Das eigentlich entstandene Heiligtum ist der Gruppenprozess, der die Gemeinschaft untereinander gefestigt hat“, betont A.M. Can.

Zu den jüngsten Teilnehmern gehört die vierte Klasse der Grundschule Gerderath. Die älteste Künstlerin ist eine 99-jährige Bewohnerin des Aachener Altenheims St. Elisabeth. Auch der Kinderpflegedienst der Stadt Aachen, der Bibelkreis Immerath, die Pfadfinderinnenschaft St. Georg Aachen und das Aachener Hospiz am Iterbach haben ihre Ideen beigesteuert.

Freunde, Familie, Liebe, Musik, der Fußballverein? – Die Facetten der persönlichen Heiligtümer sind vielfältig. „Und die Citykirche ist genau der richtige Ort für diese Schau. Sich im Advent damit zu beschäftigen, was wichtig, was heilig ist, unbefangen die Exponate zu betrachten, das passt wunderbar“, freut sich Dieter Spoo von der Citykirche.

Zu sehen ist die Ausstellung „Heiligtümer des Alltags“ bis Samstag, 20. Dezember, in der Citykirche St. Nikolaus.

Sie ist montags bis freitags von 9 bis 19, samstags von 9 bis 17 und sonntags von 9 bis 20 Uhr geöffnet.

Eingestrickte Schaukel wird zum Hingucker

Sie waren wieder fleißig, die Damen des Stricktreffs von St. Elisabeth. Die Farben der bunten Strickteile, die die Schaukel des Altenheims zieren, leuchten nun mit dem Sonnenschein um Wette. Das bemerkte auch Erika Bley, Sozialdienstleiterin beim  Altenheim St. Elisabeth, als sie einer großen Schar Bewohner und ehrenamtlicher Helfer die neu eingestrickte Schaukel im Garten des Altenheims präsentierte. „Der Himmel hat ein Einsehen, endlich regnet es mal nicht“, sagte sie.

Es wäre auch zu schade gewesen, wäre die Präsentation dem Wetter zum Opfer gefallen. Doch so bewunderten die Zuschauer das Gestell der Schaukel, das in den vergangenen Wochen rund 15 fingerfertige Seniorinnen aus St. Elisabeth mit einigen freiwilligen Helfern eingestrickt haben. Helferinnen wie etwa Finny Künast, „die auf diese Weise schon Teil der Gemeinschaft geworden ist“, wie Erika Bley erklärte. Ursprünglich hatten die älteren Damen im Februar begonnen bunte Strickteile, Quasten und Bommeln für ein Aachener Inklusionsprojekt zu stricken, das im Mai im Westpark installiert worden ist.

Doch die Seniorinnen fanden so viel Gefallen an dem Hobby, das sie die Strick- und Häkelnadeln gar nicht mehr beiseitelegen wollten und einfach weiter gemacht haben. Das Resultat sieht man jetzt im Garten des Altenheims, wo es nun im Rahmen einer kleinen Feier offiziell vorgestellt wurde. Unter den anwesenden Gästen war auch die Künstlerin A.M. Can, die ganz am Anfang die Idee für die Strickaktion hatte und im Altenheim St. Elisabeth auf so viele begeisterte Handarbeiterinnen gestoßen ist. Aufhören wollen die Seniorinnen übrigens immer noch nicht, wie Erika Bley sagte, sollen beim Oktoberfest des Altenheims weitere Strickarbeiten präsentiert und verkauft werden.

Senioren beteiligen sich an Kunstaktion

Eine Gruppe von Seniorinnen und Senioren des Altenheims St. Elisabeth beteiligt sich mit Hilfe von Annette Koffer vom Sozialdienst an der Kunstaktion zur Heiligtumsfahrt „Heiligtümer des Alltags“. Die Aktion, die von der Bleiberger Fabrik veranstaltet wird und die unter der Leitung der Künstlerin A.M. Can steht, verbindet den Pilgergedanken mit dem Kern der Heiligtumsfahrt. Gemeinden und Gruppen aus dem Bistum Aachen sind eingeladen, ihr Heiligtum als Gruppe zu finden und verhüllt nach Aachen zu bringen. St. Elisabeth ist dabei übrigens das einzige Altenheim.

Das diesjährige Thema lautet „Glaube in Bewegung“ und zurzeit befinden sich Frau Kohlen, Frau Ehrensberger, Frau Inden, Herr Johr und Herr Gleißner noch in der Entstehungsphase. Doch auch diese ist ganz zentral für das Kunstprojekt, denn hier fokussieren sich die Senioren auf das Wesentliche, auf die Frage „was ist mir wichtig“. Welches Heiligtum sie gestalten werden, das dann im Dezember in der Citykirche in Aachen ausgestellt wird, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Künstlerische Hilfe erhält die Gruppe von Alyn Can, die regelmäßig ins Altenheim kommt und kompetenten Beistand leitet.

Stricktreff besucht Brücke im Westpark

Ein Schild erklärt, wer die Brücke eingestrickt hat.

Es ist schon ein besonderer Anblick, der sich Besuchern des Aachener Westparks derzeit bietet, wenn sie beim Spaziergang an der kleinen Brücke vorbeiflanieren. Vom grauen Metallgeländer der Brücke ist derzeit nicht viel zu sehen, stattdessen säumen bunte Strickteile und farbenfrohe Quasten die Innenseite des Geländers.

Wer sich nun fragt, wer da so fleißig gestrickt hat, wird sich vielleicht wundern, dass es rund 20 fingerfertige Seniorinnen des Altenheims St. Elisabeth und einige begeisterte Hobbystrickerinnen waren, die für Inklusionsprojekt „WIR ALLE – Gemeinsam leben am Westpark“, das vom Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte (VKM) und weiteren Kooperationspartnern initiiert wird, die zahlreichen Maschen aufgenommen haben.
Das Projekt soll Menschen im Westviertel miteinander verbinden und setzt immer wieder solche augenfälligen Ausrufungszeichen. Beim dritten Kreativtags des Projekts Ende Mai wurden nun die von den Seniorinnen vorgefertigten Strickteile aneinandergefügt und am Geländer befestigt.

Leider war es aber den meisten der Strickerinnen nicht möglich beim „Einkleiden“ der Brücke dabei zu sein, weil selbst der kurze Weg vom Altenheim in den Park für sie ohne Hilfe nicht zu schaffen ist. Doch jede wollte das Resultat der wochenlangen Arbeit – gestrickt wurde von Januar bis Ende März – gerne auch mal sehen. Aus diesem Grund machte sich nun eine große Gruppe des Stricktreffs mit zahlreichen Helfern auf den Weg in den Westpark zur Brücke. Und dass sich der Weg gelohnt hat, wurde schnell deutlich. „Das ist sieht aber schön aus“, waren sich die Seniorinnen unisono einig. In allen Farben leuchtete das Brückengeländer – gut zu sehen und ein besonderer Anblick nicht nur für die Seniorinnen.

Schreibtisch mit Wischmopp getauscht

Nathalie Lorer zeigt, wie es geht. Foto: Heike Lachmann, Aachener Nachrichten
Neue Herausforderungen für Peter Rode. Foto: Heike Lachmann, Aachener Nachrichten

Im Altenheim St. Elisabeth tauschen die Mitarbeiter die Abteilungen. Einrichtungsleiter Peter Rode ist als Reinigungskraft unterwegs.

Von Lee Beck,  Aachener Nachrichten

Aachen. Als Putzfee macht Peter Rode eine gute Figur. Der Mopp liegt ihm gut in der Hand. Wenn er erst einmal Tempo beim Wischen aufgenommen hat, kann ihn so schnell nichts mehr stoppen. „Haben sie gesündigt, dass sie heute putzen müssen?“, fragt Gertrud Bongartz, Bewohnerin des Pflegeheims St. Elisabeth, den Leiter der Einrichtung mit großen Augen.

Nein, gesündigt hat Peter Rode nicht. Er möchte nur wissen, wie man sich als Reinigungskraft in seinem Pflegeheim fühlt. Es ist die allererste Mitarbeiter-Tauschwoche in der Einrichtung an der Welkenrather Straße, die von den Aachener Caritasdiensten (ACD) getragen wird. Fünf Tage lang können sich die Angestellten die Berufsfelder der Kollegen anschauen. Von der Verwaltung geht es in die Ergotherapie und von der Großküche in den Empfang. Oder eben von der Einrichtungsleitung an den Mopp. „Ich möchte, dass die Tätigkeiten der anderen in diesem Haus gegenseitig wertgeschätzt werden“, sagt Peter Rode über die Idee, eine Tauschwoche zu veranstalten. Er hat sich den Beruf der Reinigungskraft ausgesucht, weil er davon überzeugt ist, dass diese Tätigkeit die geringste Wertschätzung erfährt.

Insgesamt sind zehn Bereiche beteiligt. Bei der Aktion soll der reibungslose Ablauf des Betriebes nicht gestört werden. Deswegen wird er von Reinigungskraft Nathalie Lorer angeleitet und begleitet. Sie ist ein wahrer Wirbelwind: Beim ersten Patientenzimmer schaut Rode ihr ungläubig zu. In Windeseile wischt sie über Klinken, Tische, Waschbecken und die Toilette. Am Ende geht’s noch einmal mit dem Wischmopp durch das Zimmer, dann ist sie fertig. „Ich bin beeindruckt, das geht so schnell und ist dennoch gründlich“, sagt Rode, während er sich die gelben Gummihandschuhe überstreift. In den Taschen seiner Jeans stecken schon die Müllbeutel – gut ausgerüstet, ist er allemal. Nur der Kittel fehlt, den gab es in seiner Größe nicht. Es gibt viel zu beachten: Der Putzkarren hat für jeden Lappen ein spezielles Fach. „Das ist ganz schön kompliziert“, erzählt er. Rode stehen nach ein paar Minuten schon Schweißperlen im Gesicht. „Ich habe mir vorher schon vorgestellt, dass es anstrengend wird“, sagt er und wischt sich mit dem Handrücken über die Stirn. „Aber dass es so anstrengend ist, hätte ich nicht gedacht“, sagt er. Die Bewohner und Angestellten der Einrichtung müssen beim Anblick Rodes lachen. Wohnbereichsleiterin Ursula Urbanek ist aber von der Idee der Tauschwoche begeistert. „Wirklich toll!“ Sie selbst wird sich die Verwaltung anschauen.

Auch Verwaltungsleiterin Gerlinde Deil ist in die Ergotherapie gewechselt und begleitet Therapeutin Barbara Bischoff. „Es ist interessant, einfach mal etwas anderes zu sehen“, sagt Deil. Sie schaut Bischoff dabei zu, wie sie Handübungen mit einer an Parkinson erkrankten Bewohnerin macht. Ein oder zwei Mal in dieser Woche mehrere Stunden lang tauschen die Mitarbeiter.

Nathalie Lorer ist froh, ihren Chef heute an ihrer Seite zu haben. „Es ist toll! So versteht er auch mal unsere Probleme und wie wir uns fühlen“, sagt sie. Nathalie Lorer macht ihren Beruf gerne, vor allem mag sie, wenn hinterher alles blinkt und sauber ist. Nach einer Stunde sagt sie zu Rode: „Sie machen eine Pause und ich mache weiter!“ Doch das will der 52-Jährige, der seit 15 Jahren in St. Elisabeth arbeitet, nicht hören, obwohl er das Angebot zu schätzen weiß. „Nein, ich mache auch weiter“, antwortet er. Als ihm ein Lappen runterfällt und er sich Bücken muss, schmerzt ihm der Rücken. „Ich glaube, dass diese Arbeit wirklich auf den Rücken geht“, sagt Rode. Man gewöhne sich daran und später sei es nicht mehr so schlimm, klärt Nathalie Lorer auf.

Rode hat die betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Entscheidungen, die er sonst fällt, gegen insgesamt acht Stunden mit dem Putzlappen eingetauscht. In diesen Stunden putzt er etwa 40 Zimmer. Für den Nachmittag hat er ein frisches Hemd eingepackt. Und das braucht er auch.

Aktionswoche: Afrika kommt auf Urlaub ins Altenheim

Urlaubsmenü in XXL: Küchenchef Achim Schaumann (2.v.l.) sowie Mirjana Krumbach, Manfred Tirtey und Bozena Wolff vom Küchenteam des Altenheims kochen Afrikanisch.Foto: Heike Lachmann

Aachener Nachrichten
Von: Margot Gasper
www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/aktionswoche-afrika-kommt-auf-urlaub-ins-altenheim-1.613229


Zwei Kontinente, drei Länder, vier Urlaubsziele: Die Bewohner des Altenheims St. Elisabeth schaffen das locker in einer Woche. Und sie müssen dafür nicht einmal vor die Tür gehen. Denn die Welt kommt zu ihnen nach Hause. Mit dem Projekt „In fünf Tagen um die Welt“ betritt das Altenheim der Aachener Caritasdienste Neuland.


An der Welkenrather Straße steht jeden Tag ein anderes Urlaubsziel im Mittelpunkt: die Nordsee, die bayerischen Alpen, Italien – und Afrika. Höhepunkt der „Weltreise“ ist dann am Samstag das Sommerfest. Verreisen im Alter, das ist für viele Senioren zu beschwerlich, für manche auch zu teuer. „Auch wenn Altenheime etwas organisieren, können längst nicht alle mit“, erläutert Pflegedienstleiterin Doris Szeberenyi. Deshalb hat sie die Idee, die Welt einfach ins Haus zu holen, gerne aus einer Fachzeitschaft übernommen.

„Spürnasen“ im Dschungel."
Jeden Tag sind die Räume ein wenig landestypisch dekoriert, jeden Tag gibt es Angebote, die zumThema passen. Am Montag ging es für 135 Bewohnerinnen und Bewohner gleich nach Afrika. Als pfiffige Reiseführer waren Kinder aus der Kita „Spürnasen“ von der Vaalser Straße rübergekommen. Die Kleinen turnen montags regelmäßig in den Räumen des Altenheims.
Am Montag wurde die Turnstunde kurzerhand in eine musikalische Dschungelreise umgewandelt. Einige Damen zogen auch wacker singend mit den Kindern durch den Raum. Mittags gibt es Lamm-Tajine. Ein Bewohner von St. Elisabeth stammt aus dem afrikanischen Ghana. Er stellte nachmittags aufder Terrasse seine Trommelkünste in den Dienst der Aktion und trommelte beschwingte Rhythmen.
Den schwierigsten Job in Sachen Afrika aber hatte am Montag wahrscheinlich die Küche. Denn jeder Tag ist auch eine kulinarische Reise. Dafür legen sich Küchenmeister Achim Schaumann und sein Team gewaltig ins Zeug. Aus 15 Kilo Lammhack, Weizen, Bohnen, Mais und Kartoffelwürfelnzauberten sie am Montag Lamm-Tajine, afrikanisch-kräftig gewürzt, aber natürlich nicht zu scharf. „Normalerweise kochen wir hier vor allem regionale Gerichte“, verrät Schaumann. „Sauerbraten,Reibekuchen, Gulasch oder Möhrengemüse, das mögen die Senioren besonders gerne.“ Lamm-Tajine war also geschmacklich durchaus ein Wagnis. Und nicht alle Bewohner wollten davon kosten. Hungern mussten sie natürlich dennoch nicht. Für eher vorsichtige Esser gab es Gulasch mit Nudeln oder Kartoffelpüree. Annemie Behrend hat das afrikanische Essen aber selbstverständlich probiert. „Ich habe früher sehr gerne gekocht“, sagt die 77-Jährige. Ihre Kochbuchsammlung hat sie verschenkt, als sie ins Altenheim gezogen ist.

Kibbeling und Pizza
Heute, passend zum „Tag an der Nordseeküste“, fahren einige der Senioren zum Markt ins niederländische Heerlen. Mittags gibt’s hier im Haus Kibbeling für alle“, verspricht der Küchenchef reichlich frittierten Backfisch.

Am Mittwoch wird er zum Alpentag eine zünftige bayrische Brotzeit zaubern. Und am Donnerstag heißt es auch auf dem Speiseplan „Bella Italia“. Dann gibt es mittags Pizza und abends ein großes Candlelight-Dinner im Garten. „Das wird bestimmt ganz toll“, sagt Schaumann.

Die ungewöhnliche Urlaubswoche biete den Bewohnern ein Stück Auszeit vom Alltag, erläutertErgotherapeutin Barbara Bischoff. Das Projekt soll aber auch die Menschen, die in St. Elisabeth wohnen und arbeiten, neu und anders miteinander bekannt machen.

Als am Montag in den Wohnküchen der Obstsalat fürs Afrika-Menu geschnippelt wurde, da saßen die Mitarbeiter aus der Verwaltung mit am Tisch und halfen. „Im Urlaub lernt man an den Menschen ja auch ganz andere Seiten kennen“, sagt Bischoff. Neue Seiten lernen die Senioren in ihrer Urlaubswoche auch an Einrichtungsleiter Peter Rode kennen. Beim italienischen Festschmaus kellnert er nämlich.

Zwei Kontinente, drei Länder, vier Urlaubsziele: Die Bewohner des Altenheims St. Elisabeth schaffen das locker in einer Woche. Und sie müssen dafür nicht einmal vor die Tür gehen. Denn die Welt kommt zu ihnen nach Hause. Mit dem Projekt „In fünf Tagen um die Welt“ betritt das Altenheim der Aachener Caritasdienste Neuland.

An der Welkenrather Straße steht jeden Tag ein anderes Urlaubsziel im Mittelpunkt: die Nordsee, die bayerischen Alpen, Italien – und Afrika. Höhepunkt der „Weltreise“ ist dann am Samstag das Sommerfest.

Verreisen im Alter, das ist für viele Senioren zu beschwerlich, für manche auch zu teuer. „Auch wenn Altenheime etwas organisieren, können längst nicht alle mit“, erläutert Pflegedienstleiterin Doris Szeberenyi. Deshalb hat sie die Idee, die Welt einfach ins Haus zu holen, gerne aus einer Fachzeitschaft übernommen.

Aktionswoche: Afrika kommt auf Urlaub ins Altenheim - Lesen Sie mehr auf:
www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/aktionswoche-afrika-kommt-auf-urlaub-ins-altenheim-1.613229

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Zwei Kontinente, drei Länder, vier Urlaubsziele: Die Bewohner des Altenheims St. Elisabeth schaffen das locker in einer Woche. Und sie müssen dafür nicht einmal vor die Tür gehen. Denn die Welt kommt zu ihnen nach Hause. Mit dem Projekt „In fünf Tagen um die Welt“ betritt das Altenheim der Aachener Caritasdienste Neuland.

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„Ich kann die Menschen etwas glücklicher machen“

Azubis in der Pflege: Ein Berufsfeld mit Vielfalt - Anforderungen gestiegen
Alexander Schmidt (  Super Sonntag, Ausgabe am 16.12.2012)


„Anfangs fehlt es den meist jungen Azubis oft an Selbstvertrauen. Sie haben noch wenig Erfahrung, sind zurückhaltend, müssen erst angeworfen werden.Doch es gibt auch andere,die sich überschätzen und die wir bremsen müssen.
Das ist gerade wichtig bei diesem Beruf, der viel Verantwortung gegenüber den Menschen erfordert“,erzählt Isabelle Keßel, die seit 2006 im   Altenheim St. Elisabeth Aachen (getragen vom Caritasverband) im Wohnbereich beschäftigt ist, zunächst in der Pflege und nunmehr auch als Praxisanleiterin.

Zu etwa 60 Prozent der Zeit sollen Azubis und Anleiter zusammenarbeiten.„Die Azubis müssen jedoch für sich selbst sorgen, ich kaue ihnen nichts vor, doch durch unsere regelmäßigen Reflexionsgespräche können wir gezielt Probleme und Schwierigkeiten angehen, zum Beispiel in der Organisation oder auch Gesprächsführung“, so Isabelle Keßel.

Es geht vor allem darum, die theoretischen Lerninhalte, die die Azubis beim Fachseminar für Altenpflege erwerben, in der Praxis zu vertiefen. Teil ihrerdreijährigen Ausbildung ist auch ein gewisses Zeitkontingent am Tag, das dieAzubis zum Selbstlernen wie Literaturstudium, Pflegeplanung erstellen oder Bewohnerdokumentation schreiben nutzen können.

„Die Standards in der Ausbildung sind gestiegen; die Lernziele haben sich stark verändert und die Ausbildung ist – vor allem in den vergangenen fünf Jahren –anspruchsvoller und professioneller geworden. So ist z.B. das Wundliegen (Dekubitus) sehr selten geworden, da alles dokumentiert wird und unmittelba rAbhilfe geschaffen.

Im Vordergrund steht immer das Wohlfühlen der Bewohner“, sagt Doris Szeberenyi, Pflegedienstleiterin im Altenheim St. Elisabeth. Zudem führe der medizinische Dienst der Krankenkassen unangemeldete Überprüfungen durch. Die Benotungen der einzelnen Pflegeeinrichtungen werden später im Internet veröffentlicht.

Azubi Frank Diebold (1.Lehrjahr, St. Elisabeth) istQuereinsteiger, war früher im Handwerk tätig: „Ichhatte schon immer einen guten Draht zu alten Menschen und auch hier als Pflegehelfer gearbeitet. Attraktiv finde ich die Verbindung Soziales und Pflege und die neuen Anforderungen, die einen zwingen, am Ball bleiben zu müssen. Es macht mir Spaß, die alten Menschen zu ‚kitzeln‘, sprich verborgene Ressourcen bei ihnen zu wecken, aber auch auf die individuellen Wünsche der Bewohner einzugehen.
Mit der Zeit entwickeln sich Beziehungen zu den Bewohnern, teilweise entstehen Freundschaften. Man kann die Menschen durch sein Tun etwas glücklicher machen und man bekommt auch selbst von ihnen etwas zurück“,begründet er seine Tätigkeit im Pflegebereich.

Azubi Rebecca van Rey (2.Lehrjahr,  Klosterstift Radermecher, Aachen) hat nach einem praktischen Jahr anschließend anderthalb Jahre ein Praktikum im Pflegebereich absolviertund habe so die Entscheidung zwischen Kranken-und Altenpflege treffen können. Sie schätzt vor allem die Aufstiegsmöglichkeiten: „Ich habe viel im medizinischen Bereich gelernt. Nach meinem Fachabitur bietet sich mir die Möglichkeit des dualen Studiums, sprich meinen Bachelor in Pflege zu machen. Derzeit geht das an der FH in Köln, ist aber bald auch an der FH Aachen geplant.

“Das Berufsfeld sei flexibel; man könne immer wieder und recht unkompliziert in die Altenpflege zurückkehren, beispielsweise nach einer Kinderpause.